Heutige Ansicht
Mit Mitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ist das Prinzenhaus nach umfangreichen Voruntersuchungen von 2001 bis 2003 grundlegend saniert und restauriert worden.
Neben der Innensanierung mit einer weigehenden Wiederherstellung des Rokokozustandes wurden Maßnahmen an den
Fassaden und Dächern, den Türen und Fenstern durchgeführt.
Herausragende Räumlichkeiten sind neben dem zweigeschossigen Gartensaal mit seiner Musikempore, das Marmorkabinett, das Vestibül und der darüber gelegene Florasaal.
Die geistige Grundidee für das "Große Gartenhaus" war die Thematisierung von Wasser und Natur. Daher findet man als Stuckmotive zahlreiche Darstellungen von Muscheln und Pflanzen, z.B. Trauben und Rosen. Auch Delphine und den Dreizack des Neptuns sind hier dargestellt.
Historie
Das im Prinzenhaus erhaltene spätbarocke Lustschloss gilt als ein Hauptwerk des Rokoko in Schleswig-Holstein. Es wurde 1744-51 für Herzog Friedrich Carl von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön als Maison de Plaisance errichtet.
Das Gebäude wurde 1895/96 durch den Anbau neubarocker Flügel erweitert und diente den Söhnen Kaiser Wilhelms II. bis 1910 als Schule.
Das Prinzenhaus mit seinen seitlichen Erweiterungsflügeln aus der Kaiserzeit stellt den baulichen Bezugspunkt des Plöner Schlossgartens dar.




