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Projekt Alter Apfelgarten
Alter Apfelgarten - Allgemeines
1. Allgemeines
Nachdem das Prinzenhaus und der Schlossgarten - nicht zuletzt auch durch das Zutun des Vereins- in den heutigen Zustand versetzt wurden, stellte sich die Frage nach einer neuen, unserer Vereinsssatzung entsprechenden Aufgabe.
Diese fanden wir in dem Projekt Alter Apfelgarten.
Das Gelände liegt auf einer Halbinsel innerhalb des Plöner Schlossgebietes und umfasst eine Fläche von ca. 10000 qm. Seit 1995 unter Denkmalschutz stehend, wurde es bis zur Schliessung des Internates von Schülern und Lehrern gepflegt und in dieser Zeit als Obstwiese genutzt. Es befinden sich etwa 45 Apfelbäume ( ca.15 bis 60 Jahre alt.) auf diesem Gelände. Danach übernahm das Forstamt Dodau in Auftrage des Landes SH die Pflege, die sich aber auf eine jährliche Mahd in Teilen dieses Gebietes beschränkte.
In den letzten Jahren war daher eine stetige Verwilderung des Geländes zu beobachten. Der Gehölzstreifen, der den „alten Apfelgarten" umgibt, drängte immer stärker in diesen Bereich ein. Da der größere Teil der Fläche nicht gemäht wurde, entstand hier ein steppenartiger Anblick. Dieses landschaftlich herrlich gelegene - auch von den meisten Plönern nur gering beachtete - Kleinod drohte zu verschwinden. In einigen Jahren wäre die gesamte Fläche bewaldet gewesen. Ihre eigentliche Schönheit - durch die Offenheit der Landschaft betont - wäre verschwunden.
Alter Apfelgarten - Historie
2. Historische Entwicklung des Geländes

2. Historische Entwicklung des Geländes
1625 - 26 Herzog Joachim Ernst kauft Gartenland auf dem Wentorper Feld.
1671 seit den Tagen Herzogs Johann Adolfs ist der Küchengarten auf dem Gelände der
Halbinsel als Kräuter- und Blumengarten belegt
1722 - 29 Verfall der Gartenanlagen des Schlossgebietes
1730 - 34 Wiederherstellung des Küchengartens
1761 Herzogtum Plön fällt an Dänemark
1841 Verlegung des Küchengartens. Landschaftliche Umgestaltung der Halbinsel zu einem
eingezäunten Privatgarten Königs Christian VIII von Dänemark. Nicht mehr öffentlich zugänglich
1842 Bau eines „Anglo-chinoischen" Gartenpavillon
1870 Abtrennung des Geländes für den Kadettenfriedhof
1881 - 82 Absenkung des Wasserspiegels des Plöner Sees. Die „Prinzeninsel" kann nun zu Fuss erreicht werden
bis 2001 Bewirtschaftung durch das Staatliche Internat
bis 2006 Das Land SH übernimmt die Pflege des Geländes
2006 Der Verein schließt mit dem Forstamt Dodau einen Gestattungsvertrag ( Laufzeit zunächst bis 31.12.2011) ab,
der die denkmalgerechte Wiederherstellung, Pflege und Nutzung des Geländes dem Verein überträgt.
2009 Die Stadt kauft auf durch unser Einwirken die Halbinsel. Hierdurch wird ein direkter Einfluß der Stadt und auch des Vereins möglich.
Alter Apfelgarten - Zustand bei Übernahme
3.Zustand des Alten Apfelgartens 2006
An einigen Bildern möchten wir zeigen, wie notwendig ein Eingreifen war.
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Zaun im eingangsbereich |
Detaillansicht des Tores |
Blick vom Zaun in den Garten. Indiesem Teilbereich wurde noch 1 x jährlich gemäht |
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| Der hintere Teil ( zur Stadtseite hin) | Seit Jahren keine Pflege mehr |
Verkrautung und Eindringen von Fremdwuchs |
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Der hintere Teil war schon größtenteils eingewachsen |
Starker Fremdbewuchs |
Der umgebene Gehölzstreifen dringt auf die Gartenfläche ein |
Noch einmal zur Erinnerung:
Diese Fläche wurde 1995 vom Land SH unter Denkmalschutz gestellt mit der Zielplanung:
"Intensivierung und Pflege des Alten Obstgartens, Erhalt des Kadettenfriedhofes ....... Pflege des ältesten Nutzgartens der Plöner Residenz"
( LD 1995, S.34 )
Alter Apfelgarten - Entwicklungsskizze
4. Erstellung einer Entwicklungsskizze
Der Verein beauftragte Anfang 2007 den Landschaftsarchitekten Holger Muhs aus Schönberg mit der Erstellung einer Entwicklungsskizze. Herr Muhs hatte bereits die Neuplanung des Schlossgebietes um das Prinzenhaus herum vorgenommen. Seit dem 20.07.2007 liegt nun diese Entwicklungsskizze vor,die in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden und dem Verein erstellt wurde.
Wie wichtig auch das Land SH mittlerweile unser Engagement in diesem Bereich des Plöner Schlossgebietes einschätzt, läßt sich aus der Tatsache ersehen, dass das Land SH die nicht unerheblichen Kosten für die Planung übernahm.
Es würde in diesem Rahmen zu weit führen, die gesamte Planung hier darzustellen. Hierzu nur einen Auszug aus der Entwicklungsskizze:
„ Als wichtiger Bestandteil des Ensembles muss die Halbinsel als ältester belegter Nutzgartenbereich im Plöner Schlossgebiet wieder „in Wert gesetzt"
werden. Dies setzt eine Erlebbarkeit des Geländes voraus, die nur durch Nutzung, verbunden mit kontinuierlicher Pflege, erreicht werden kann. Neben der Wiederherstellung des Raumerlebnisses, angenähert an die ehemalige Ausdehnung des Gartengeländes, ist die Schaffung von Blickbezügen in die Umgebung außerordentlich wichtig. Augenblicklich ist der Gartenraum eine im Zuschnitt willkürlich wirkende Restfläche, die ringsum von dichtem Baumbestand umgeben ist. Diese umlaufende Raumkante führt zu einer Geschlossenheit, die im Gegensatz steht zur ehemaligen Gestaltung und Funktion dieses Geländes. Der geschlossene Raumeindruck sollte aufgehoben, das Gelände offener gestaltet werden.
Der Küchengarten war als bewirtschaftete Fläche vom Schloss aus als in den See hineinragende Halbinsel erkennbar. Vom später landschaftlich gestalteten
Privatgarten des Königs waren atemberaubende Ausblicke auf das Schloss, die Stadtkirche und die Seelandschaft möglich. Auf dem Geländeshochpunkt stand der Teepavillon, der wiederum vom Schloss aus gesehen einen point de vue
darstellte. Der philosophische Gang führte als Rundweg um die Halbinsel herum. Die Landzunge mit ihrem Pavillon stellte einen bereits vom Schloss aus sichtbaren Zielpunkt für kontemplative Spaziergänge dar. Diese Beziehung zwischen Schloss und Küchengartengelände - als Bestandteil des Schlossgebietes- kann und sollte wieder hergestellt werden. "
aus : Holger Muhs Entwicklungsskizze Alter Obstgarten/ Alter Küchengarten (2007)
Heraushebungen von uns
Alter Apfelgarten - 2007
5. Was geschah 2007
Ein Bilderreigen der Aktivitäten im Jahr 2007.
Januar bis März 2007
Erst Mitte Februar konnten wir unsere Arbeit im Alten Apfelgarten aufnehmen, da zunächst der damalige"Ist Zustand "durch den Landeschaftsarchitekten H.Muhs aufgenommen werden mußte. Nachdem ist geschehen war, begannen wir mit dem Freischneiden des völlig eingewachsenen Zaunes zu Stadtseite hin. Allein an verwendbarem Brennholz fielen ca. 20 Raummeter an. Ein Plöner Bürger bekam dieses Holz im Gegenzug fürt seinen unermüdlichen Sägeeinsatz.
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| Freischneiden des Zaunes (Stadtseite) |
Neben Brennholz fiel auch eine große Menge Buschholz an. |
März 2007
Die Sägearbeiten mußten Mitte März eingestellt werden, da die Brutsaison vieler Vögel dann beginnt und eine Störung hierbei unterbleiben sollte. Wir mußten uns auch damit beeilen, die umfangreichen Mengen an Buschholz zu entfernen, damit sich hier keine Vögel einnisten konnten. Hierzu wurde ein Profi - Schredder ausgeliehen und mit kräftigem Zupacken etlicher Vereinsmitglieder wurde Kleinholz gemacht. Das Wetter an diesem Tag war wunderschön und alle waren zwar am Ende des Tages etwas müde, aber Spaß hatten wir trotzdem dabei , zumal auch die leibliche Versorgung (gestellt ebenfalls von Vereinsmitgliedern) hervorragend und sehr liebevoll bereitet war.
Vielen Dank hierfür.
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| Nicht so viel reden, lieber anpacken | Es geht doch! |
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| Vorbildlich der Gehörschutz von Herrn Lamp. |
Unsere Ehrenvorsitzende Frau Dr. Bues† begutachtet die Arbeiten. |
Juni 2007
Mitte Juni mußte die gesamte Fläche gemäht werden. Hierzu kam nur ein starker Balkenmäher in Frage, da der hintere Teil des Gartens schon seit Jahren nicht mehr gemäht worden und entsprechend stark verkrautet war. Ein Mähen mit einem landwirtschaftlichen Kreiselmäher, der schneller und einfacher zu bedienen gewesen wäre, kam nicht in Frage, da die hierfür benötigten Traktoren nicht unter die Bäume passten und wir zudem befürchten mußten, daß in der stark verkrauteten Fläche nicht sichtbare Altlasten vorhanden waren, die den Kreiselmäher schnell in einen Schrotthaufen verwandeln hätten können.
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| Der vordere Teil war noch einfach zu mähen,... . | Der hinter Teil machte schon etwas mehr Mühe. |
Juli 2007
Die einzelnen Bäume wurden mit Nummern versehen, um sie später bestimmen zu können.
Der Zaun zur Stadtseite mußte ein weiteres Mal von dem stark nachwachsenen Wildwuchs befreit werden.
September 2007
Die gesamte Fläche nochmals gemäht. Jetzt konnte leichteres Gerät eingesetzt und auch kleinere Ecken vom Wildwuchs befreit werden. Der großzügige Charakter der Anlage ist erstmals zu erahnen.
September / Oktober 2007
Die Apfelernte begann. Insgesamt konnten 1,8 t geerntet werden, was nur etwa die Hälfte dessen betrug, was an den Bäumen hing. Die Apfel wurden zur Vermostung gebracht. Bei vielen Sorten gelang es uns, sie zu bestimmen. Hierzu besuchten wir etliche Apfeltage mit entsprechenden Proben, um die dort anwesenden Fachleute für die Bestimmung heranzuziehen. Interessante Kontakte konnten hierbei geknüpft werden.
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| Es wird gearbeitet. | Noch ist Platz im Hänger. |
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| Es ist alles verladen. | Handarbeit ist angesagt. |
Oktober 2007
Der marode Holzzaun wurde entfernt.
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| Der Holzzaun ist weg. |
November 2007
Entsprechend der Entwicklungsskizze soll der offene Charakter des Alten Apfelgartens betont werden. Der Wildzaun um das Gelände herum wurde deshalb entfernt.
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Der Wildzaun (stellenweise marode) |
Draht auf den Container und weg |
Die Eichenpfähle des Wildzaunes |
Dezember 2007
Die restlichen Gestrüppinseln wurden entfernt. eine unangenehme Arbeit, da der Wildwuchs stark ineinander verwachsen und Handarbeit angesagt war.
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| Gestrüppinseln | Das Gestrüpp wurde gleich verbrannt. |
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| Claus Ulrich† im Einsatz. | Apfelbäume kommen wieder zum .Vorschein |
Dieses erste Jahr war anstrengend, aber es zeigt sich jetzt, welches Potenzial in diesemGebiet liegt.
Alter Apfelgarten - 2008
6. Was geschah bisher 2008
Januar 2008
Herr Hammerschmidt kam, begutachtete die Anlage und möchte uns mit seinem fachmännischen Rat unterstützen. Das Schneiden der alten Obstbäume wurde besprochen und im Februar werden wir damit beginnen.



Februar 2008
März 2008


Die alten, maroden Nistkästen wurden entfernt und mit Hilfe des NABUs Plön neue Kästen in verschiedenen Formen und Größen aufgehängt, um einer möglichst großer Vielfalt die Möglichkeit zum Brüten zu geben. Insgesamt hängten wir 30 Kästen auf.. Wir sind sehr gespannt, wie die Kästen angenommen werden und werden hierüber regelmäßig berichten.

Die Obstbäume wurden beschnitten. Da sie schon seit etlichen Jahren nicht mehr geschnitten wurden, mussten wir sehr vorsichtig ans Werk gehen und uns dieses Jahr auf das Ausschneiden von Totholz und krankem Holz sowie einen vorsichtigen Formschnitt beschränken. Trotzdem fiel eine Menge Holz an, die es zu entsorgen gilt.


Der Winter kam dieses Jahr erst im März und machte uns einen gehörigen Strich durch die eigentlich geplanten Maßnahmen. Fotos vom 25.3.2008
April 2008
Das Schnittgut wurde mit Hilfe eines Frontladers in den Seitenstreifen geräumt. Das Ergebnis ist optisch gewöhnungsbedürfigt, aber diese Maßnahme wurde uns so vom Naturschutz vorgeschrieben. Leider war der Boden zudem noch sehr nass, so dass deutliche Traktorspuren nicht zu vermeiden waren. Wir konnten auch nicht länger warten, da der Wetterbericht keine Besserung ansagte und wir befürchten mussten, dass sich Vögel in die Schnittguthaufen einnisten würden.
Mai 2008
Auf eine Anregung von Herrn Hammerschmidt legten wir probeweise eine Benjeshecke an. Das Ergebnis hat uns positiv überrascht. Wir denken, dies ist eine gute Möglichkeit, sich des in Zukunft anfallenen Schnittgutes zu entledigen und zudem vielen Kleintiern und Vögeln einen Unterschlupf bzw. Nistmöglichkeiten zu bieten.

Hier soll das Probestück entsehen Erst muss Platz geschaffen werden.


Die Hecke beginnt zu wachsen. Das fast fertige Ergebnis.
Anfang Mai erfolgte der erste Schnitt . Ende Mai der zweite Schnitt. Der Randstreifen zur Stadt hin wurde nicht gemäht, da sich hier schon die ersten Wildblumen angesiedelt hatten und diese noch erst Saat ansetzen sollen-
Mai/Juni 2008

Die ersten Patenschaften für einzelne Obstbäume wurden vegeben. 23 Bäume vergeben.wurden an diesem Tag vergeben.
Juni 2008
Vor dem Eingang wurden die Linden freigeschnitten und ausgeputzt. Der Unterwuchs wurde gemäht.
Juli 2008
Mähen der Gesamtfläche. Einzelne Wildblumeninseln blieben stehen. Allgemeine Pflegemaßnahmen wurden von unserer " Montagsarbeitsgruppe " vorgenommen. August 2008 Weitere allgemeine Pflegemaßnahmen. Gegen Ende des Monats wurde die Gesamtfläche noch einmal gemäht
Teilnahme an der Plöner Gartenlust

Hierzu waren im Vorfelde noch einige Vorbereitungsarbeiten notwendig.Alles unter strenger Aufsicht der Weiblichkeit.

Sortenschilder wurden gesetzt.

So sah die fertige Arbeit aus.Später zeigte sich, dass wir die Schilder nicht sachgemäß befestigt hatten und Feuchtigkeit sich ausbreiten konnte. Da müssen wir noch etwas üben.

So sah unser Stand aus.


Es wurden nicht nur Informationen angeboten, sondern auch Leib und Seele wurde in Form von Getränken und belegten Broten bedacht .

Eigentich war das Ponyreiten für die Kinder gedacht, aber später mussten die Älteren dann auch noch aufs Pferd. Die Pferde hatten einen guten Tag und ließen die Oldies gewähren.
Die Erntearbeiten wurden abgeschlossen. Durch die vergebenen Patenschaften brauchte der Verein dieses Jahr keine große Ernteaktion durchführen. Insgesamt sammelten wir dieses Jahr ca. 450 Kilo Fallobst auf, der Rest wurde von den Paten schon vorher geerntet, so wie wir es uns gedacht haben.
Dezember 2008Die ersten Neupflanzungen konnten durch geführt werden.
Ausgehend von der historischen Pflanzliste der damaligen Baumschule im Plöner Schlossgarten aus dem Jahre 1796 wurden durch den Pomolgen M.Hammerschmidt folgende Sorten ausgesucht:
Gelber Richard, Winterzitronenapfel, Gravensteiner,Goldparmäne, Pupurroter Cousinot.
Insgesamt wurden erstmal 9 Bäume gepflanzt, die alle von Plönern Gärtnern und Floristen gesponsort wurden. Außerdem legten diese dann auch noch kräftig Hand mit an. Bei so viel Sachverstand muss es etwas werden.

Der Fachmann begutachtet die Bäume. Da er sie selbst mitgebracht hat, wird er sie natürlich für gut befinden.Sie sind es schliesslich ja auch .

Die Pflanzung beginnt. Fachmännisch wird der Baum von H.O Liliental gehalten.

Auch P. Steffen versteht es, mit dem Spaten umzugehen.

So lieben wir es. Zwei arbeiten, der Rest gibt Anweisungen. Obwohl die Floristen I.Kass und B. Borchardt eigentlich keine benötigen, wie man sieht

Die Presse greift nicht zu Spaten, sondern zum Bleistift.

Die Arbeit ist getan. Nun kommt die angenehme Seite dieser Aktion.Auch die, die sich bisher etwas vornehm bei der Arbeit zurück gehalten haben, greifen nun ein.
Spaß hat es offentsichtlich allen gemacht. Noch einmal vielen Dank.
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Alter Apfelgarten - Apfelsorten
8. Bisher bestimmte Apfelsorten
Alle Apfelsorten konnten mittlerweile bestimmt werden.
Biesterfelder Renette 4 Bäume
Diese Sorte wurde 1850 als Zufallssämling auf dem Schloß Biesterfeld gefunden. Pfarrer Wilhelm Wilms aus Nieheim/Westfalen beschreibt sie 1904 erstmals und verbreitet sie weiter. Auffällig ist die klebrige Schale. Geerntet werden die saftigen, süßweinigen und fein würzigen Äpfel ab Ende September. Sie sind nicht sehr lagerfähig und müssen bis Ende Dezember gegessen werde, wobei er sich als köstlicher Tafelapfel erweisen.
Danziger Kantapfel 4 Bäume
ist auch unter den Namen Rabiner, Nikolausapfel, Calvillartiger-Winter-Rosenapfel, Lorenzapfel u.a. bekannt. Seine Herkunt ist unbekannt. Erste Hinweise gibt es bereits 1758. In Deutschland und Holland ist er weit verbreitet. Die Ernte erfolgt ab Anfang September. Die süß-säuerlichen, leicht würzigen Äpfel lassen sich bis Januar verwenden.
Filippas Apfell 2 Bäume
entstand 1877 bei Hunstrup auf der Insel Fünen und ist wahrscheinlich ein Zufallssämling aus der Sorte Gravensteiner. Er ist eine echte Rarität und steht nur noch in Hausgärten und Streuobstwiesen. Er ist hervorragend an das hiesige Klima angepasst. Mit seinem würzigen, süß-säuerlichem Geschmack eignet sich gut für Desserts und Kuchen. Am besten schmeckt er zwischen Oktober und Dezember.
Grahams Jubiläumsapfel 3 Bäume
ist auch unter den Namen Royal Jubilee, Grahams Königlicher Jubiläumsapfel bekannt. In Angeln ist er auch als Röv (Rübe) bekannt. Es handelt sich um eine Züchtung von J.Graham aus Hounslow in England und wurde 1888 registriert. Seine Ernte erfolgt ab Ende September. Bis in den Januar läßt er sich verarbeiten.Mit seinem fein säuerlichen, mäßig süßem und mandel-ähnlichem Aroma ist er ein guter Tafel- und Wirtschaftsapfel.
Martini-Apfel 1 Baum
ist auch unter dem Namen Großherzogs Liebling oder
Roter Martine bekannt. Es handelt sich um einen
Zufallssämling und ist im 18.Jh. in Holstein entstanden.
Mit seiner späten Reifezeit ab Oktober ist er ein guter Lagerapfel, der von Januar bis April schmeckt. Seine
saftreichen, fein würzigen Früchte machen ihn zu einem
guten Tafel- und Wirtschaftsapfel.
Ontario 4 Bäume 
Dieser Apfel entstand 1820 in Ontario/Kanada aus einer Kreuzung von Norther Spy x Wagnerapfel. Seit
1882 ist er auch in Europa verbreitet. Ende Oktober bis Mitte November ist er pflückreif, muss aber gelagert werden, bis er genussreif ist. Da er sich gut lagern lässt, kann er von Dezember bis Mai gegessen werden.
Säuerlich, saftig und Vitamin C reich ist er ein guter
Saft- und Backapfel.
Schöner von Boskoop 18 Bäume
wird meistens einfach als Boskoop bezeichnet. Er wurde 1856 als Zufallssämling von einem Herrn Ottolander als fruchtender Trieb eines Wildlings in Boskoop in den Niederlanden entdeckt und ist seit 1863 eine weit
verbreitete Standardsorte. Die großen, rauhschaligen , bis zu 200 g schweren Früchte, können ab Ende September geerntet werden und halten bis April. Die Säurebetonten, sehr Vitamin V reichen, Äpfel eignen sich hervorragend für Apfelmus und Kuchen.
Weisse Sommertaube2 Bäume
Sehr alter, äußerst seltener Apfel. Dieser Baum ist eines der letzten bekannten Exemplare. Er wird als Mutter für neue Bäume dienen.
Coulons Renette 5 Bäume

Herkunft Belgien um 1850.Pflückreife Oktober, lagerfähig bis März, starkwüchsig
Goldparmäne 2 Bäume

Sehr alte Spitzensorte (13. bis 15. Jahrhundert),entdeckt in England, angebaut in der Normandie. Heute bedeutungslos, da kaum erfüllbare, hohe Pflege-, Boden- und Klimaansprüche.
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Alter Apfelgarten - Zukunftsaussichten
7. Die Zukunftsaussichten
Die Schönheit dieses Kleinodes im Plöner Schlossgebiet wird zur Zeit von der Öffentlichkeit noch kaum wahrgenommen. Unsere bisherigen Arbeiten lassen einen ersten Eindruck entstehen, wie es einmal nach der völligen Umsetzung der Entwicklungsskizze des Architekten H. Muhs aussehen wird.
Hierbei liegen noch einige Hürden im Weg ( Berücksichtigung ökölogischer Belange, das Waldgesetz, Eigentumsfragen und nicht zuletzt auch die Finanzierung des Ganzens ) Insbesondere die Abstimmung von denkmalschützerischen und ökölogischen Belangen verlangt noch etliche Feinabstimmung. Hier müssen sich beide Seiten wohl noch kräftig bewegen. Aber hinter den Kulissen wird kräftig gearbeitet und wir sind guten Mutes. Das erstellte Nutzungskonzept stellen wir Interessierten gerne zur Verfügung. Es werden sicherlich noch einige Jahre ins Land gehen, bis wir alles so haben, wie wir es schon vorstellen. Also packen wir es an. Erste erfolgreiche Schritte konnten bisher realisiert werden. 
So könnte es einmal aussehen.
(Ausschnitt: Entwicklungsskizze H. Muhs)
Richtfest 21.12.2010
Am 21.12.2010 fand im Alten Apfelgarten das Richtfest für den Neubau des Pavillons statt. Weitere Informationen finden Sie hier.
Einen Blick in den verschneiten Apfelgarten (mit Pavillon) können Sie hier werfen.
Einweihung des Pavillons
Am Sonnatag, den 19.06.2011 fand die offizielle Einweihung des Pavillons im Alten Apfelgarten statt. Statt des erhofften blauen Himmels und dem Sonnenschein, gab es viel Regen. Was aber die gute Stimmung der gelandenen Gäste nicht beeinträchtigte und für die 40 neu gepflanzten Apfelbäume überaus wichtig war. Ein gelungener Nachmittag, mit schöner Musik, wohlgelaunten Rednerinnen und Rednern und vergnügten Gästen - alles unter dem schönen Dach des neuen Pavillon... .






























